Ö Österreich

Miteinander statt Mobbing

Gesetzliche Grundlage 


1992 hat Österreich die Kinderrechtskonventionen unterzeichnet und Kinderrechte damit in der Verfassung verankert. Alle Kinder und Jugendlichen haben – auch in der Schule – das Recht sich sicher zu fühlen und vor jeglicher Form von psychischer und physischer Gewalt geschützt zu werden.

Das Schulunterrichtsgesetz schreibt dabei Lehrer:innen, zusätzlich zu Eltern/Erziehungsberechtigten, eine wichtige Rolle zu: bei Auffälligkeiten im Verhalten von Schüler:innen sind Fördermaßnahmen zur Verbesserung (individuelles Förderkonzept, Ursachenklärung und Hilfestellung durch die Schulpsychologie-Bildungsberatung und den schulärztlichen Dienst) zu erarbeiten.
Auch Schüler:innen sind rechtlich verpflichtet an der Gemeinschaft in der Schule/Klasse mitzuwirken.

Über schulrechtliche Regelungen hinaus können Mobbing-Handlungen auch strafrechtliche Folgen haben, z.B. wenn es zu körperlicher Gewalt kommt, oder bei gewissen Formen von Cybermobbing.

 

Mobbing = Gewalt


Mobbing und Gewalt sind eng miteinander verbunden. Gewalt ist zwar nicht immer Mobbing, Mobbing ist aber eine besonders destruktive Form von Gewalt.

Die Ausdruckformen von Mobbing im schulischen Kontext sind vielfältig: bei Gruppenarbeiten ausgrenzen, ignorieren, Gerüchte verbreiten, bloßstellen, auslachen, beleidigen, schlagen, treten, Schulsachen beschädigen, und vieles mehr.

Von Mobbing kann dabei gesprochen werden, wenn im Groben folgende vier Kriterien erfüllt sind:

Die Handlungen haben Schädigungscharakter, finden wiederholt satt, in einem Machtungleichgewicht, und führen zu Hilflosigkeit bei Betroffenen.

 

Auswirkungen von Mobbing
 

Die Folgen von Mobbing wirken sich auf die gesamte Persönlichkeit der betroffenen Kinder und Jugendlichen aus: Selbstvertrauen geht verloren, die Lernmotivation nimmt ab, die Leistungsfähigkeit lässt nach, das äußere Erscheinungsbild verändert sich, es entwickeln sich depressive oder aggressive Tendenzen. Ebenso zeigen sich psychosomatische Beschwerden, Essstörungen, suizidale Gedanken bis hin zu selbstverletzenden Handlungen.

Aus Gesprächen wissen wir, dass Mobbing unter Schüler:innen nicht nur direkt Betroffene, sondern die gesamte Klassengemeinschaft inklusive Lehrpersonen belastet. Zum Kreis der Betroffenen zählen auch Eltern. Es stellt für die Familien eine emotionale Herausforderung dar, wenn das eigene Kind von Mobbing betroffen ist. Oftmals wird vergessen, dass auch Eltern in dieser schwierigen, herausfordernden, verunsichernden Situation Unterstützung brauchen.

Auch bei Akteur:innen kann Mobbing – nicht alleine rechtlich gesehen – Spuren hinterlassen.

 

Interview - Sechs Dinge, die Eltern über Mobbing wissen müssen

Podcast-Reihe vom Wiener Jugendrotkreuz

 

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